VSB

VSB  Voerder-Satzteil-Bahn

Die VSB, benannt nach dem Schulort Voerde und nur scheinbar eine ‘Spielerei’, enstand aus der Erfahrung, daß Schülerinnen und Schüler (auch bei Beginn des Latein-
kurses ab Klasse 7 und älter!) zunehmend seltener zwi-
schen ‘Wortarten’ und ‘Satzteilen’ unterscheiden können. Schon der Unterschied zwischen “Substantiv” und “Sub-
jekt” ist nicht geläufig, und wenn der Begriff “Nomen” bekannt ist, wird er in der Regel mit “Substantiv” gleich-
gesetzt ...

Hier kann die VSB spielerisch-ernsthaft Abhilfe schaffen. Ihr liegt folgende Idee zugrunde: Jeder Wagen steht für ein Satzteil, die Wortarten sind die Fahrgäste. Theoretisch kann jeder Fahrgast in jeden Wagen einsteigen, in der Praxis aber muß man entweder eine bestimmte Fahrkarte vorzeigen können oder eine bestimmte Uniform tragen bzw. einen entsprechenden Ausweis mitführen (um z. B. die Lokomotive betreten zu dürfen).

Die Bahn besteht aus sechs großformatigen Tafeln, die im Klassenraum über der Tafel angebracht sind, zusätzlich bastelt sich jeder Schüler einen Faltplan, den er ins Buch einlegen und so ständig befragen und weiter ausbauen kann. Die Wandtafeln sind mit Tafellack gestrichen, so daß sie mit normaler Schulkreide beschriftet werden können. Die Dächer und Räder der Eisenbahnwagen sind farbig, wobei die Farben im Zuordnungsprozess der Satzteile zueinander eine wichtige Rolle spielen.

Der begrenzte Platz auf den Beschriftungsflächen zwingt zu äußerster Reduktion des Lernstoffes, was bei den Schülerinnen und Schüler häufig zu intensiven Diskussionen über die Notwendigkeit und die Verstehbarkeit von Eintragungen führt. Dass die VSB gleichzeitig ein überdimensionierter “Pfusch-
zettel” sein kann, der auch bei Klassenarbeiten ‘heimlich’ zu Rate gezogen wird, ist beabsichtigt
(natürlich auch heftig umstritten - hier werden pädagogische Grundkonzepte sichtbar - vgl. “
Standort-
bestimmung”), die sowohl in den Fachschaften als auch mit der vorgesetzten Behörde zu diskutieren lohnt!)...

Der Aufsatz “Die Voerder Satzteil-Bahn” (Gliederung: Die Idee mit der Eisenbahn / Wie geht man in der Praxis vor? / Der didaktische Nutzen der Satzteilbahn / “Erfogskontrolle” / Zur Lehrerrolle), ist erschienen in
DER ALTSPRACHLICHE UNTERRICHT, Heft 1/94 (Jahrgang XXXVII), S. 27 - 37 (Aufsatz) und 98 - 100 (Kopiervorlagen des Schülermaterials), Friedrich Verlag, Seelze.

Zum vollständigen Aufsatz und zum Schülermaterial als PDF-Dateien geht es hier.

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